Rückblick: 3. Convivium „Die ungezähmte Natur"
22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum 3. Convivium der Stiftung Erdheilungsplätze und der Akademie 3 zusammen, um sich gemeinsam einem Thema zu widmen, das aktueller kaum sein könnte: Artemis – Göttin der wilden Natur. Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, was die unberührte Natur für unser Leben bedeutet und warum ihre Freiheit auch unsere eigene Freiheit ist.
Artemis als Symbol einer lebendigen Natur
Zu Beginn führte Christoph in die antiken Mythologien ein, die Artemis als Verkörperung der Schönheit, Freiheit und Unberührtheit der Natur beschreiben. Passend dazu trug er ein T-Shirt mit dem Zitat des Naturphilosophen Henry David Thoreau: "All good things are wild and free."
Gemeinsam wurde deutlich, dass viele Menschen die lebendige Natur als einen Ort der Ruhe, Geborgenheit und Kraft erleben. Gleichzeitig wurde beleuchtet, wie sich der Blick auf die Natur im Laufe der Geschichte verändert hat: Aus dem ursprünglichen Staunen über ihre Schönheit entwickelte sich zunehmend eine Kultur, die Natur vor allem als Ressource betrachtet und sie wirtschaftlichen Interessen unterordnet.
Freiheit entsteht aus der Vielfalt des Lebens
Im zweiten Teil des Conviviums griff Tilo die Idee der Freiheit in der wilden Natur auf. Das Leben selbst erschafft die Natur – und gerade ihre scheinbare Unordnung eröffnet eine unendliche Vielfalt an Möglichkeiten. Diese Vielfalt bildet die Grundlage dafür, dass alle Lebewesen ihren Platz finden und sich entfalten können.
Die wilde Natur wurde dabei als Raum verstanden, der Freiheit nicht begrenzt, sondern ermöglicht – ein Gedanke, den Artemis seit jeher verkörpert.
Natur im Herzen erfahren
Ein besonderer Moment des Abends war eine gemeinsame spirituelle Übung. Die Teilnehmenden gaben Artemis und der unberührten Natur bewusst einen Platz in ihrem Herzen – als Fundament für ein gutes und erfülltes Leben.
In der anschließenden Gesprächsrunde entstand ein lebendiger Austausch über persönliche Naturerfahrungen. Viele berichteten von Momenten der Freude, der Verbundenheit und der Liebe, die sie draußen in der Natur erleben durften. So wurde das Convivium nicht nur zu einem philosophischen Austausch, sondern auch zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum.
Ein inspirierender Ausklang
Bei Kaffee und Kuchen klang der Nachmittag in vielen persönlichen Gesprächen aus. Neue Gedanken wurden vertieft, Erfahrungen geteilt und Verbindungen geknüpft – ganz im Sinne des Conviviums als Ort des gemeinsamen Nachdenkens, Erlebens und Wachsens.
Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Offenheit und freuen uns schon auf das nächste Convivium.
