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Unterwegs für neue Perspektiven: Drei Tage zwischen Prüfung, Schutz und Aufbruch

Drei Tage unterwegs, viele Eindrücke – und einmal mehr die Bestätigung, wie unterschiedlich Orte sein können, die auf den ersten Blick ähnlich wirken.

Unser Gründer Tilo hat sich in der vergangenen Woche erneut auf den Weg gemacht, um bestehende und potenzielle Erdheilungsplätze zu besuchen, zu prüfen und weiterzuentwickeln. Die Reise führte ihn von einem ehemaligen Flugplatz über unseren Standort in Kötzschlitz bis hin zu einem vielversprechenden Gebiet im Erzgebirge.

Zwischenstation: Ein ehemaliger Flugplatz bei Allstedt

Der erste Halt war ein ehemaliger Flug- und Übungsplatz bei Allstedt. Solche Flächen sind auf den ersten Blick oft interessant – groß, weitläufig und scheinbar ungenutzt.

Vor Ort zeigte sich jedoch schnell ein anderes Bild: Der Zustand der Fläche ist insgesamt sehr schlecht, die Spuren der früheren Nutzung deutlich sichtbar. Der Boden ist stark belastet, die natürliche Entwicklung eingeschränkt.

Nach sorgfältiger Einschätzung ist klar: Dieser Ort eignet sichnicht zur Gänze als Erdheilungsplatz. Die Fläche ist über 400 ha groß und wir prüfen aktuell, ob eine Teilfläche von 100 ha Wald als Erdheilungsplatz geeignet ist. Auch solche Erkenntnisse sind ein wichtiger Teil unserer Arbeit – denn nicht jede Fläche lässt sich sinnvoll in einen lebendigen Naturraum zurückführen.

Kötzschlitz Sorgenplan: Zwischen Verkehrssicherung und Naturschutz

Weiter ging es zu unserem Erdheilungsplatz in Kötzschlitz Sorgenplan – ein Ort, der uns aktuell besonders beschäftigt.

Hier stehen einige schiefe Bäume, die nicht nur landschaftlich prägend sind, sondern auch wertvolle Lebensräume darstellen. Gleichzeitig gibt es von Seiten der Gemeinde die Einschätzung, dass von fünf Bäumen eine Gefährdung für die Verkehrssicherheit ausgehen könnte – insbesondere im Zusammenhang mit der angrenzenden Straße und geplanten Maßnahmen wie dem Neubau von Straßenlaternen. Diese Bäume sind über 20 Meter hoch und haben teilweise einen Umfang von über einem Meter.

Wir nehmen diese Einschätzung sehr ernst. Deshalb lassen wir die Situation derzeit durch einen unabhängigen Gutachter prüfen. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl die Sicherheit gewährleistet als auch den Erhalt der Bäume ermöglicht.

Eine mögliche Option könnten gezielte Teilrückschnitte sein, um potenzielle Gefahren zu reduzieren, ohne die Bäume vollständig zu fällen.

Denn klar ist für uns:
Ein vollständiges Entfernen der Bäume möchten wir – wenn irgend möglich – vermeiden.

Auch einzelne Bäume sind wertvolle Lebensräume und Teil eines gewachsenen Naturraums. Die laufende Diskussion zeigt, wie wichtig es ist, Naturschutz und Sicherheitsaspekte gemeinsam und sorgfältig zu betrachten.

Ein Blick nach vorn: Ahornberg im Erzgebirge

Der letzte Abschnitt der Reise führte ins Erzgebirge – zum Ahornberg. Und hier wurde schnell deutlich: Dieses Gebiet hat außergewöhnliches Potenzial und ist seit Jahren unberührt.

Mit einer Fläche von über 200 Hektar wäre es der bislang größte Erdheilungsplatz in unserem Netzwerk. Die landschaftlichen Voraussetzungen sind vielversprechend, ebenso die Möglichkeiten für eine langfristige ökologische Entwicklung.

Um die Eignung fundiert zu prüfen, wurde bereits ein Gutachter beauftragt. Parallel stehen wir im Austausch über mögliche Förderungen – unter anderem durch das BMUKN.

Noch ist nichts entschieden, aber die Perspektive ist klar:
Hier könnte ein Ort entstehen, der in seiner Größe und Wirkung neue Maßstäbe für unsere Arbeit setzt.

Fazit: Sorgfältig prüfen, verantwortungsvoll handeln

Diese drei Tage zeigen einmal mehr, worum es bei unserer Arbeit geht: genau hinsehen, abwägen, entscheiden – und Verantwortung übernehmen.

Nicht jede Fläche ist geeignet. Manche Orte brauchen Schutz im Kleinen. Und andere eröffnen plötzlich ganz neue Möglichkeiten.

Wir bleiben unterwegs. Für die Erde.

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