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Gewässerverschmutzung

Am Wochenende war ich mit meinem Enkel Elmar bei schönem Wetter an der Siegmündung spazieren. Bei Mondorf haben wir im klaren Wasser der Sieg Steine gesammelt. Ein paar besonders schöne Flusskiesel haben wir behalten und die anderen hat die Sieg wieder.

Am Rhein war das nicht möglich: „Warum sehen wir im Rhein keine Steine?“ fragt Elmar. Da war ich schon in Erklärungsnot. Nach einem kurzen Dialog waren wir bei der ultimativen Frage: „Warum dürfen die Menschen denn Schmutz in den Rhein schütten?“

Wenn jemand von Euch eine gute Antwort hat, freue ich mich sehr, denn mir fiel keine ein.

Zu Hause ging ich der Frage im Internet nach. Nach dem Grundgesetz brauchte ich nicht lange zu suchen.

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland steht der bedeutende § 20a:

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

In unserer Gesellschaft ist es selbstverständlich, dass Gesetze auch Anwendung finden. Für die Regierung ergibt sich aus dem § 20a somit die Verpflichtung, natürliche Lebensgrundlagen und Tiere zu schützen.

In Deutschland werden täglich 10tausende von Tonnen Abwässer und chemische Abfälle in die Flüsse abgelassen und der Gewässerbericht wertet regelmäßig aus, dass die Gewässerqualität zu mehr als 90% schlecht bis sehr schlecht ist. Hier ist die letzte Auswertung der Regierung aus 2016.

Die Regierung lässt die Einleitung von Abwässern und chemischen Abfällen in natürliche Gewässer zu und erfüllt damit nicht ihre Pflicht gegenüber zukünftigen Generationen. Enttäuschend, oder?

Bei der Lektüre frage ich mich: ‚Wie erkläre ich das meinem Enkel?‘ Kann ich ihm sagen: „Das Problem bei Enttäuschungen sind die Erwartungen.“ – wohl kaum. Die Erwartungen an die Regierungen wurden in den vergangenen Jahren nicht erfüllt und das Umweltbundesamt führt eine traurige Statistik zu der Missachtung des Grundgesetzes seitens aller Regierungen in Deutschland.

Ich kann Elmar doch nicht von der Zerstörung der Natur unter den Augen der Regierung erzählen. Aber schaut euch die Statistiken des UBA an. Dort findet ihr, dass:

  • … die Regierung etwa 65 Mrd. € an umweltschädlichen Subventionen pro Jahr ausgibt.
  • … täglich 540.000 qm wertvolle Naturflächen versiegelt werden, obwohl wir mit Flächen sparsam umgehen müssen.
  • … das Abfallvolumen auf jährlich 416 Mio. Tonnen gestiegen ist, von denen 25 Mio. Tonnen gefährlich sind.
  • … ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet werden; das sind 12 Millionen Tonnen pro Jahr. In dem Zuge wird selbstverständlich auch die Energie, der Dünger, die Arbeitsleistung zur Herstellung der Lebensmittel verschwendet.
  • … 14,2 Mio. Tonnen Kunststoff verbraucht wird, davon 558 Tsd. Tonnen in der Landwirtschaft

Der Kunststoff bleibt in der Natur und in der Landwirtschaft kommt er direkt auf die Erde.

Elmar ist ein schlaues Kerlchen, er wird mich als nächstes Fragen: „Was ist denn das Grundgesetz?“

Das Grundgesetz ist eine verpflichtende Vorgabe für die Politik. Das bedeutet doch im Klartext, dass die Produktion von Plastiktüten und PET-Flaschen verboten werden muss. Politik muss die Verschwendung von Lebensmitteln verbieten.

Zum Schutz der zukünftigen Generationen muss die weitere Versiegelung der Landschaft verboten werden und bisher versiegelte Flächen müssen wieder aufgebrochen werden. Sonst haben unsere Enkel keinen Lebens- und Naturraum mehr. Wald und Wiesen müssen zunehmen, nicht abnehmen.

Das schulden wir nicht nur der Mutter Erde und den folgenden Generationen, sondern das fordert das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

„Haben Politiker, die sich nicht dem Grundgesetz unterwerfen, ihre Rolle falsch verstanden?“

Ich werde das mit Elmar gar nicht diskutieren, als Großvater habe ich einen Ruf zu verlieren. Ich sage ihm:

„Wir nehmen den Schutz der Natur selbst in die Hand. Hilf uns Erdheilungsplätze zu erwerben und zu schützen. Wir geben der Mutter Erde ihre Natur zurück.“

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