Steinlachen Zweimen

Dieser Erdheilungsplatz liegt in einem Gebiet, in dem der Mensch mit dem Braunkohletagebau einen erheblichen Einfluss auf die Landschaft genommen hat. Das Grundwasser wurde durch den Tagebau abgesenkt und die gesamte Vegetation hat sich damit gewandelt. Weite Bereiche des Auenwaldes sind abgeholzt und das Gebiet wird großräumig ackerbaulich genutzt. Mit der Beendigung des Braunkohlenabbaus regeneriert sich auch der Grundwasserhaushalt wieder.

Der Erdheilungsplatz selbst besteht aus Wiesen, die heute wieder naturnah sind und unter Schutz stehen. Die Flora und Fauna sind  jedoch bei weitem noch nicht in den ursprünglichen Zustand der Auen zurückgekehrt. Viele Amphibien sind nicht mehr nachweisbar. Für diese möchten wir mit dem Erdheilungsplatz wieder einen Lebensraum schaffen. Denn wenn Frösche und Kröten wieder hierher zurückkommen, dann entstehen möglicherweise auch wieder Lebensräume für Eulen und Greifvögel.

Kleinvogelarten sollen sich an diesem Ort wieder wohlfühlen. Nachtigall und Pirol sind bereits in kleinen Populationen vorzufinden. Verschiedene Rallen brüten wieder und vereinzelt sind Zwergtaucher und Teichrohrsänger zu finden.

Die Restlöcher des Tagebaus sind wieder mit Wasser geflutet und bilden zwei größere Seen. Sie sind nicht weit von diesem Erdheilungsplatz entfernt.